Rahmenbedingungen

In unserer Praxis behandeln wir Menschen jeder Altersstufe mit Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und des Schluckens. Dabei ist es unerheblich, ob diese funktionell oder organisch verursacht werden.

Als Teil der medizinischen Grundversorgung hat jede Person Anspruch auf eine logopädische Heilmittelverordnung (Muster 14), die vom Arzt (Haus-, Kinder-, HNO-Arzt; Neurologe, Kieferorthopäde, Phoniater oder Pädaudio- loge) verordnet wird. Die Behandlung, welche in der Regel in unseren Praxisräumen stattfindet, wird je nach Rezept in  Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt. Sofern verordnet, besuchen wir Sie auch zu Hause, im Alten-/Pflegeheim oder in einer Einrichtung.

Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ab Volljährigkeit zahlt der Patient einen gesetzlichen Eigenanteil in Höhe von 10 € für jedes Rezept plus 10 % des Rezeptwertes (auch auf Hausbesuche und Kilometerpauschalen); Kinder und Jugendliche sind zuzahlungsfrei. Zuzahlungen müssen nur bis zur Belastungsgrenze entrichtet werden. Diese liegt bei 2 % des Bruttojahreseinkommens (chronisch Kranke: 1 %). Die Zuzahlung erhöht nicht den Rezeptwert, sondern wird uns von der Krankenkasse in der Kostenerstattung abgezogen.

Private Versicherungen erstatten die logopädische Heilmittelbehandlung (nach Ausstellung eines Privatrezeptes durch den Arzt) in unterschiedlichem Umfang, je nach Versicherungsschutz. Falls gewünscht, bekommen Sie für Ihre Krankenkasse gerne einen Kostenvoranschlag von uns ausgestellt.



Therapieverlauf

Wir führen zu Therapiebeginn eine ausführliche Diagnostik durch, unterstützt durch verschiedene standardisierte Tests und Screenings (Sprachverstehen, Aussprache, orofaciale Funktionen, Lesen, Schreiben, Wortschatz, Grammatik, Stimmfunktionen, Atmung etc.). Aus den Resultaten und vorliegenden Arztbefunden wird für jeden Patienten individuell ein Therapiekonzept erarbeitet.

Jede Therapiestunde beinhaltet Übungen und Aufgaben zum jeweiligen Störungsbild inklusive Anfangs- und Abschlussgespräch (Elterngespräche, Angehörigenberatung). Übungen für Zuhause werden wöchentlich mitgegeben, um schnelle Therapieerfolge zu erzielen.

Eine Therapieeinheit dauert im Regelfall 45 Minuten, kann aber je nach Störungsbild auch 30 oder 60 Minuten betragen. Die wöchentliche Therapiefrequenz ist abhängig vom Entwicklungsstand des Kindes bzw. der Leistungsfähigkeit und Konzentrationsbereitschaft des Erwachsenen und der Therapieart.

Überdies arbeiten wir mit  anderen Berufsgruppen wie Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Lehrer, Erzieher, Psychologen etc. interdisziplinär zusammen.



Ziele

Unsere Patienten sollen ihre Kommunikationsfähigkeit so gut es geht wiedererlangen. Das kann beispielsweise die Schulfähigkeit eines Kindes oder die Wiederaufnahme der Berufsfähigkeit eines Erwachsenen sein.